Aktuelle Ausgabe 04/2011
wissenschaft:
Autoren: Rainer Jordan, Stefan Zimmer
Adjuvante Parodontitis-Therapie mit Chlorhexidin-Xanthan-Gel
– eine Literaturübersicht
Erweiterte Fassung aus dem Kapitel: Adjuvante Parodontitis-Therapie mit Chlorhexidin-Xanthan-Gel.
In: Einführung der Prophylaxe in die ZA Praxis. Erschienen im Zahnärztlichen Fachverlag (zfv), Herne, 2011
Zusammenfassung
Der mikrobiellen Plaque kommt in der Ätiopathogenese der Parodontalerkrankungen eine besondere Bedeutung zu. Deshalb zielt die Therapie auf eine Reduktion des subgingivalen Biofilms. Dies geschieht vornehmlich in Form von Scaling und Root planing und kann durch chemotherapeutische Adjuvantien erfolgreich unterstützt werden. Zu den lokalen antiseptischen Substanzen zählt Chlorhexidin-Xanthan-Gel, das in klinischen Studien unter Placebo- und kontrollierten Bedingungen gute klinische Ergebnisse gezeigt hat. Der Evidenzgrad zu Chlorhexidin-Xanthan-Gel in der parodontalen Therapie wurde mit IIb bestimmt, woraus ein an den Leitlinien orientierter Empfehlungsgrad B resultiert.
Summary
Dental plaque is a crucial etio-pathogenical factor of periodontal diseases. Therefore, the treatment goal is a reduction in the amount of the oral biofilm by scaling and root planing. The treatment may be supported by chemotherapeuticals effectively. Chlorhexidine-Xanthan- gum gel showed good clinical results in placebo-controlled studies resulting in an evidence rating of IIb. According to guidelines, this means a recommendation grade B.
wissenschaft:
Autoren: Katrin Wolff, Rolf Hinz
Prävention, früher als die Krankenkasse es erlaubt ...
Zusammenfassung
Es ist unbestritten, dass der Großteil der Kieferanomalien nach der Geburt erworben wird. Durch frühzeitiges Eingreifen bereits im 3. Lebensjahr wurde mit konfektionierten Hilfsmitteln versucht, schädliche Lutschgewohnheiten und nächtliches Bruxieren abzustellen. Mit einer modifizierten Mundvorhofplatte (STOPPI®, Abb. 1) wurde das Lutschen am Sauger nach vierwöchentlicher Kontrolle bei fast 64 % eingestellt, während in einer „Schnuller- Kontrollgruppe“ 56 % Kinder unter Zuhilfenahme eines „Lutschkalenders“ (Abb. 2, mit freundlicher Genehmigung der Initiative Kiefergesund e. V., Berlin) auf den Beruhigungssauger verzichteten. Bei einer anderen Untersuchungsgruppe dreijähriger Kinder, die nachts bruxierten, wurde versucht, ebenfalls mit einer konfektionierten Silikon- Schiene, das Knirschen abzugewöhnen. Das Bruxieren konnte bei 77 % der Kinder durch das Gerät BRUXI®/BRUXIplus® (Abb. 3 und 4) aus Silikon bei p = 0,009 statistisch signifikant reduziert werden. Es wurde ferner festgestellt, dass ein Großteil der Kinder bereits im 3. Lebensjahr – und nicht erst ab dem 4. Lebensjahr – die erforderliche Compliance aufweist, um frühzeitig apparativ behandelt zu werden.
Summary
Doubtlessly most of the dental and jaw irregularities are acquired after birth. In this study it was tested, whether an early intervention at the age of three years, with ready to use appliances can stop persistent sucking habits and nocturnal bruxism. After a fixed period of four weeks nearly 64% of the children with a sucking habit caused by a pacifier could cut off their habit by the use of a modified oral screen made of silicon (STOPPI®). Using a calendar-method in the control group 56% of the children could eliminate their habits. In another study-group with three-year old children with nocturnal bruxism an elastic bite splint SUMMARY made of silicon for the lower jaw was tested to eliminate tooth clenching and grinding during the night. The usage of the splint BRUXI®/BRUXIplus® showed, that 77% of the children could statistically significant reduce nocturnal bruxism (p = 0.009). Furthermore it was observed, that children at the age of three years – not only at the age of four years – already have the required compliance to engage in early therapy with appliances.
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