Interdentalraumhygiene in verschiedenen Altersstufen

Interdentalraumhygiene in verschiedenen Altersstufen

Caroline Sekundo, Eva Langowski, Hanna Hieronymus und Cornelia Frese zeigen, wie bei speziellen Patientengruppen ein Beitrag zur Interdentalraumhygiene geleistet wird.

Quintessenz für das Praxisteam

Die gezielte tägliche Reinigung der Interdentalräume ist bei vielen Menschen für die langfristige Prävention von Karies und parodontalen Erkrankungen sinnvoll. Da diese Nischen bei der häuslichen Mundhygiene mit einer Hand- oder elektrischen Zahnbürste allein häufig nicht ausreichend gereinigt werden können, existieren hierzu verschiedene zusätzliche Hilfsmittel. Der Beitrag zeigt, welche Hilfsmittel zu bevorzugen sind und wie auch bei speziellen Patientengruppen wie beispielsweise Kindern, Senioren oder Pflegebedürftigen ein Beitrag zur Interdentalraumhygiene geleistet werden kann.

Zusammenfassung

Die höchste Evidenz für eine effektive Plaquekontrolle im Interdentalraum weisen Interdentalraumbürsten (IDB) auf, welchen somit derzeit ein eindeutiger Vorzug zugesprochen wird. Erwachsene sollten mit korrekt angepassten Interdentalraumbürsten ihre Zahnzwischenräume regelmäßig reinigen. Bei der Bestimmung der adäquaten Größe der IDBs ist der PHD-Wert (Passage Hole Diameter) hilfreich, der beispielsweise im „Heidelberg-Set“ für IDBs systematisch berücksichtigt wird.

Auch bereits für Kinder und Jugendliche ist die Interdentalraumpflege wichtig. Aufgrund der Morphologie der Milchzähne ist bei Kindern die Anwendung von Zahnseide eher zu erwägen als der Einsatz von IDBs. Allerdings gibt es bezüglich der hierfür einzusetzenden Hilfsmittel noch erheblichen Verbesserungsbedarf. Um bestimmte Risiken (wie z. B. Wurzelkaries) zu minimieren, erscheint auch bei älteren Senioren und Senioren mit Pflegebedarf eine adäquate interdentale Plaquekontrolle wichtig. Die Maßnahmen der Zwischenraumreinigung müssen an die individuellen Fähigkeiten der Patienten angepasst werden. Die frühzeitige Instruktion und Einbeziehung von Pflegepersonal können hilfreich sein. Es gibt analog zu IP-Leistungen bei Kindern präventive Leistungen für ältere Patientengruppen, welche seit 2018 in den BEMA-Gebührenkatalog aufgenommen wurden.

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