Ausgabe 03/18: Prävalenz, Inzidenz und globale Krankheitslast von MIH

Die Bestimmung der globalen Prävalenz und Inzidenz sowie Krankheitslast von Molaren- Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) ist relevant für Zahnärzte, Gesundheitssystemplaner und Forscher.

Von: Falk Schwendicke, Joachim Krois, Katrin Bekes, Karim Elhennawy

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Summary

Determining the global prevalence and incidence and burden of molar incisor hypomineralization (MIH) is relevant to dentists, health system planners and researchers. A study recently published by our working group assessed the prevalence, incidence and global burden of MIH (1). In this article, we summarize the results of this study. After systematic screening (Medline, EMBASE, LILACS, Web of Science, Google Scholar), 99 observational studies (113,144 participants, 43 countries) reporting on the MIH prevalence were included and synthesized. Complex regression models were used to estimate epidemiological data points for countries without observational data. Ba sed on population data, the prevalence, incidence and disease burden of MIH were then determined. The global mean (95% confidence interval) prevalence was 13.1% (11.8-14.5%). Worldwide, an estimated 878 (min.-max. 791-971) million people suffered from MIH in 2015. The number of new (“incident”) MIH cases in 2016 was 17.5 (15.8- 19.4) million. Approximately 27% (24-32%) of cases are burdened by pain, hypersensitivity or post-eruptive enamel breakdown and therefore require treatment. MIH is widely prevalent. Evidence-based diagnosis and treatment of MIH is relevant in the daily practice of many dentists.

Zusammenfassung

Die Bestimmung der globalen Prävalenz und Inzidenz sowie Krankheitslast von Molaren- Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) ist relevant für Zahnärzte, Gesundheitssystemplaner und Forscher. Eine kürzlich durch unsere Arbeitsgruppe veröffentlichte Studie untersuchte die Prävalenz, Inzidenz und globale Krankheitslast von MIH (1). In dem vorliegenden Artikel fassen wir die Ergebnisse dieser Studie zusammen. Nach umfänglicher Datensuche (Medline, EMBASE, LILACS, Web of Science, Google Scholar) wurden 99 Beobachtungsstudien (113.144 Teilnehmer, 43 Länder) zur MIH-Prävalenz einbezogen und synthetisiert. Zur Schätzung der epidemiologischen Datenpunkte für Länder ohne Beobachtungsdaten kamen komplexe Regressionsmodelle zum Einsatz. Basierend auf Bevölkerungsdaten wurden dann die Prävalenz, Inzidenz und Krankheitslast von MIH bestimmt. Die globale mittlere (95 % Konfidenzintervall) Prävalenz betrug 13,1 % (11,8-14,5 %). Weltweit litten in 2015 geschätzte 878 (791-971) Millionen Menschen an MIH. Die Zahl der neuen („inzidenten“) MIH-Fälle in 2016 betrug 17,5 (15,8-19,4) Millionen. Etwa 27 % (24-32 %) der Betroffenen zeigen Schmerzen, Hypersensibilitäten oder posteruptive Schmelzeinbrüche und bedürfen demnach einer Therapie. MIH ist eine weltweit verbreitete Erkrankung. Eine evidenzbasierte Diagnostik und Behandlung von MIH ist für den täglichen Arbeitsalltag vieler Zahnärzte relevant.

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