Zahngesundheit von Kitakindern im Main-Kinzig-Kreis vor und nach der SARS-CoV-2-Pandemie
Zusammenfassung
Die Auswertung der im Main-Kinzig-Kreis im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen zahnärztlichen Reihenuntersuchungen erhobenen Daten lassen vermuten, dass der eingeschränkte Zugang zu gruppenprophylaktischen Leistungen während der SARS-CoV-2-Pandemie Einfluss auf die Zahngesundheit der Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko hatte. Beispielsweise waren keine zahnärztlichen Reihenuntersuchungen seitens des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) mit Behandlungsempfehlungen möglich und auch der Zugang zu den zahnärztlichen Praxen war zeitweise deutlich erschwert. Die Zahlen der Kinder mit naturgesundem Zahnstatus sind nahezu unverändert geblieben, wogegen die Zahlen der Kinder mit Behandlungsbedarf gestiegen sind und derer mit sanierten Zähnen abgenommen hat. Trotz aller Bemühungen des ÖGD in der zahnärztlichen Prävention besteht nach wie vor Handlungsbedarf. Hier wird in den folgenden Jahren ein erhöhter Aufwand notwendig sein, um diesen Kindern die Möglichkeit auf gesundheitliche Chancengleichheit zu gewähren.

